Erlebnisbericht - Kletterlager 2015"Was tue ich hier eigentlich", ging es mir durch den Sinn, als ich die Schlüsselstelle des Alten
Talwegs in der Falkenwand im Klettergebiet Bielatal erreichte. Direkt vor mir lag der schmale
Riss, den ich zunächst erst einmal passieren musste, um letztendlich den Gipfel der Falkenwand
zu erreichen. Helfen konnte mir dabei niemand. An diesem Punkt des Weges war ich ganz auf
mich allein gestellt. Den Druck der viel zu engen Kletterschuhe spürte ich nicht mehr. Wie all die
anderen Nebensächlichkeiten, die mich vielleicht abzulenken vermochten, wurde auch dieser
widrige Umstand fast wie selbstverständlich in den Hintergrund gedrängt.
Während des Kletter-Wochenendes übernachteten wir in der Vereinshütte der
Klettervereinigung Bergfreunde Cottbus Typisch für die übernachtung in einer Hütte schliefen wir fast alle in einem Raum. Auf dem ausgebauten Dachboden waren Matratzen auf Lattenrosten ausgelegt, auf denen wir es uns in unseren Schlafsäcken gemütlich machten. Die Tage begannen früh - schon vor sieben Uhr waren die ersten von uns auf den Beinen, holten die Lebensmittel aus der Vorratskammer, deckten den Frühstückstisch, kochten Kaffee und Eier und backten die Brötchen auf. Geklettert wurde in vier Seilschaften, die sich spontan nach den Fähigkeiten der einzelnen Teilnehmer zusammen fanden. Jeder kletterte das, was er sich zutraute. An den drei zur Verfügung stehenden Tagen wurden folgende Wege geklettert:
Ein Kletter-Profi bin ich keinesfalls. Jedoch hatte ich es schon bei meinem ersten Fels-Kontakt beim Kletter-Wochenende vor drei Jahren gespürt: "Klettern bin wohl nicht zum letzten Mal." Und ein Kletter-Profi muss auch keiner sein, um zum mittlerweile jährlich stattfindenden Kletter-Wochenende der Abteilung Judo des HSV Cottbus in die Sächsische Schweiz mitzukommen. Interesse reicht allemal. | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||